Jahreslosung *2018*
„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Ofb 21,6)
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Andacht aus unserem Gemeindekompakt

Unsere Sicht auf die Umstände.

Als er sich aber umsah und die hohen Wellen erblickte, bekam er Angst und begann zu versinken. Matthäus 14,30

 

Wer kennt nicht die Geschichte von dem sinkenden Petrus? Dabei verdeutlicht die Überschrift in vielen Bibeln nur einen Aspekt der Geschichte. Viele anderen Dinge werden dadurch nicht abgedeckt. Seinen einzigartigen Mut aus dem Boot zu steigen, das einmalige Gefühl wirklich auf dem Wasser gehen zu können, die rettende Hand Jesu als er der Boden unter den Füßen verliert… Die Geschichte hat viele Blickwinkel und klingt wirklich unglaublich. Aber sie ist nicht unglaubwürdig! Wenn wir wissen, dass Jesus Gott ist und er die Welt geschaffen hat, dann ist es für ihn ein leichtes die Grundgesetze der Erde für einen Moment auszusetzen und für seine Zwecke zu gebrauchen. Ein Wunder ja, aber für Jesus möglich!

Ich möchte unseren Blickwinkel heute auf den Sturm richten, auf die Umstände, die zu der Notsituation der Jünger und später auch der des Simon Petrus führten. Der Sturm mit dem starken Wind und den hohen Wellen tobte schon eine gewisse Zeit, bis Jesus zu ihnen auf dem Wasser zur Hilfe eilt. Simon Petrus und einige andere Jünger waren erfahrene Seemänner und Fischer. Sie kannten diese Art von Stürmen, die bis heute auf dem See Genezareth sehr plötzlich auftreten. Sie wussten auch, wie man sich verhalten musste, um am Leben zu bleiben. Der Sturm tobte also schon mindestens mehrere Stunden und die Jünger kämpften ums Überleben. Plötzlich betrat Jesus die Bühne. Zunächst ängstigten sich die Jünger, weil sie ein Gespenst vermuteten. Als sich Jesus zu erkennen gab und sie beruhigte, war es Petrus, der mutig den Wunsch äußerte ebenfalls auf dem Wasser zu gehen. Waren die Wellen in dem Moment kleiner geworden, hatte sich der Sturm bereits etwas gelegt, hatte der Wind nachgelassen? Nein, es war alles wie vorher! Aber die Perspektive des Petrus hatte sich geändert. Bis jetzt war das Boot sein Halt und seine Sicherheit, aber als er Jesus (seelenruhig) auf dem Wasser gehen sieht, verändert sich seine Perspektive. Mit Jesus auf dem Wasser ist es besser als ohne Jesus in dem Boot. Sein Mut begeistert uns! Einerseits erleben wir eine Szene, die unserem Alltag entgegensteht. Andererseits weckt diese einfache Bitte eine tiefe Sehnsucht in uns. So geht es auch uns in Momenten tiefer geistlicher Erfahrungen. Wir gehen nicht auf dem Wasser, aber wir erleben andere großartigen Dinge mit unserem Herrn, die wir uns niemals trauen würden, wenn er nicht in unserer Nähe wäre und uns die Anweisung geben würde.

Die Geschichte geht ja aber noch weiter. Petrus, der dieses einzigartige Privileg in der ganzen Weltgeschichte hat, auf dem Wasser Jesus entgegen zu gehen, wendet seinen Blick ab und erkennt seine Not. Die Wellen sind immer noch da, sie sind genauso gefährlich hoch wie davor. Der Wind ist mächtig und Petrus kämpft mit seinem Gleichgewicht. Der Sturm hat nicht abgenommen und plötzlich bekommt er Angst, er fängt an zu sinken und geht unter. Was hat sich eigentlich geändert? Der Sturm ist gleichgeblieben, Jesus ist immer noch in der Nähe und sein Ruf steht immer noch fest. Die Sicht auf die Umstände hat sich geändert. Petrus hat den Blick und sein Vertrauen auf Jesus verloren, dies ist sein Untergang. Wir meinen oft, dass uns die Umstände aus der Bahn werfen. Aber das tun sie nicht, die Sicht und der Umgang mit den Umständen tut es. Wenn wir den Blick und unser Vertrauen in Jesus verlieren, fangen wir an zu sinken. Die Probleme und Sorgen nehmen überhand und wir werden damit nicht mehr fertig. Petrus hätte viele Möglichkeiten zu reagieren (überleg mal welche). Gott sei Dank entscheidet er sich für die einzig richtige: Er schreit zu Jesus: Herr, rette mich! Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest. Das tut er auch bei uns, wenn wir den Boden unter den Füssen verlieren. Nicht die Umstände an sich beeinflussen uns, sondern unsere Sicht auf sie. Lasst uns immer mehr lernen auf Jesus zu schauen und ihm immer mehr zu vertrauen. Bei ihm sind wir sicher und geborgen, egal wie stark der Lebenssturm um uns herum tobt.

Herzliche Grüße,

ihr Viktor Löwen

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